VCM 2018 – Mein erster Halbmarathon

Vienna City (Half)Marathon. Eine Strecke von 21,0975 km. Wow. Wenn mir jemand vor Jahren gesagt hätte, dass ich heuer einen Halbmarathon laufen werde, hätte ich diese Person mit Sicherheit ausgelacht. Nie in meinem Leben hätte ich das für möglich gehalten. Ich nahm monatelanges Training in Kauf. Trainierte in der Nacht – am Tag – am Wochenende – im Schnee und bei Glatteis – an der Donau und im Wald. Mal schneller – mal langsamer. Dank meinem 10-wöchetlichem Lauftraining, welches ich mir auf RUNNER´s World zusammengestellt habe, konnte ich mich leichter zum Laufen motivieren. Spätestens jetzt muss ich jedoch ganz ehrlich zugeben, dass es nicht immer leicht war. Vor allem dann nicht, wenn Draußen Minusgrade waren oder man noch Mustelkater von einem vorherigen Training spürte. Ohne einem Trainingsplan, Selbstdisziplin und seelischer Unterstützung von Freunden, Familie und Kollegen wäre der Weg bis zum Ziel ziemlich steinig gewesen! Nichtsdestotrotz stieg die Vorfreude auf den großen Tag!
Und wenn der große Tag nun da ist, gehen einem viele Dinge durch den Kopf. Sehr viele sogar. Habe ich genug trainiert? Was ist wenn ich nicht mehr kann? Bin ich zu warm/kalt angezogen? Was soll ich vorher essen? Und wie viel soll ich trinken? Wie ist das Wetter? Oh. Über 20°C – na toll!
Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass ich so viel moralische Unterstützung hatte. Da meine liebe Kollegin und Freundin Michaela ebenfalls gleichzeitig für den Halbmarathon trainierte, konnten wir uns jederzeit über unsere Lauferlebnisse, Erfolge, Sorgen und Ängste austauschen.
ad8a1001-588c-41cc-8f26-daa896ad70c7IMG_9980f236dab9-fca4-4c01-8d3b-63f143ff7bc675fee091-00d3-446b-9a43-0164c4a1ce9e8670e960-7471-4dd7-8519-05db2d62abe0

Anmeldung und Kosten


Die Anmeldung erfolgte im Oktober 2017 über Vienna City Marathon und kostete € 69,00.

Trainingsplan


RUNNER´s World: Halbmarathon in 2:15 min.

Ernährung


Während meinem Lauftraining (Februar-April) hat sich an meiner Ernährungsweise, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht viel verändert. Mit Beginn der Fastenzeit verzichtete ich von Montag bis Samstag auf Süßigkeiten, süßen Getränke, Knabberzeugs und Alkohol.
Eine regelmäßige und ausgewogene Ernährung ist mir wichtig. Ich habe darauf geachtet, genügend Vitamine, Kohlenhydrate und Proteine zu bekommen, was auch mit meiner vegetarischen Ernährung, sehr gut geklappt hat.

20. April 2018 – Anreise, Startnummerabholung, Sonne, Eis, Burger


Am Samstag machte ich mich gemeinsam mit meiner Freundin Michaela auf den Weg nach Wien. Nach unserem Check-In im Hotel Ruby Marie (Mariahilfer Straße 120, 1070 Wien) besuchten wir die Messe Wien, Sport- und Freizeitmesse des Vienna City Marathon, um unsere Startnummern für den nächsten Tag abzuholen. Weiters stand ein Spaziergang durch die Mariahilfer Straße, Sonne tanken, Erdbeer-Haselnuss Eis bei Eis Greissler, Abendessen bei Le Buger & Nachspeise im Mc Café am Plan. Wir haben es uns eben richtig gut gehen lassen!
9f06e7c3-0bd4-4f00-a005-8a2634f43ed0© VCM

21. April 2018 – Wettkampftag!


e94cdeb8-77f6-43b1-a566-43cd08e9a12ff3b41476-4818-4ee9-9163-a3206eec6971
21.4.2018, 6:30 morgens. Der große Tag war (endlich) gekommen. Zum Frühstück gab es bei mir Kaffee, Orangensaft, Croissant und Brot mit Käse. Bei dem tollen Frühstücksbuffet fiel es mir wirklich schwer, nicht mehr zu essen. So gegen 8 Uhr ging es für uns los Richtung Start und eine Weile später, befanden wir uns mitten im Geschehen. Menschen verschiedener Altersstufen im Laufoutfit, die Stimme der Moderatorin, herumkreisende Hubschrauber, die warme Luft und wir. Wir zwischen ca. 40.000 anderen Läuferinnen und Läufern.
Pünktlich um 9 Uhr fiel für die ersten Läufer der Startschuss und wir machten uns auch langsam bereit. Ich checkte noch schnell meine Lauf App, stellte meine Laufuhr ein, wünschte Michi viel Spaß und drehte Musik auf. 10 Minuten später, um 9:10, konnten wir endlich die Startlinie überqueren und gute 21,0975 km lagen vor uns.
 laufstrecke.PNG© VCM
Ich spürte, wie sich bei mir der Adrenalin im Körper ausbreitete und bis Kilometer 10 ging es mir richtig gut. Ich habe die tolle Atmosphäre genossen und die Umgebung und meine Mitläufer beobachtet. Beim Überqueren der Matte bei KM 10, nahm ich dann meinen Erdnussbutter Keks (und gleichzeitig meinen Glückskeks, der mir Motivation und Energie gab), welchen ich am Tag zuvor gebacken habe, heraus. Von Kilometer 12 bis Kilometer 17 kam dann ein Tief. Ich war durstig und die pralle Sonne machte die Situation nicht gerade besser. Trotz der Hitze, bekam ich Gänsehaut. Und Seitenstechen. Weiters sah ich viele Läufer auf der Straße, die von der Rettung betreut wurden. ‚Laufe langsamer‘, ‚die Zeit ist nicht wichtig‘, ‚die Gesundheit geht vor’… diese Gedanken sind mir beim Anblick auf die Menschen am Boden, durch den Kopf gegangen. Ich bremste mich ein wenig ein, lief langsamer und hoffte auf eine Trinkstation in der Nähe.
Ab Kilometer 18 – nach einer halben Banane und gefühlt einem Liter Wasser, ging es mir wieder besser. Ich beobachtete die Zuschauer, hörte meine Musik, klatsche mit einem Kind ab, las die Schilder, welche die Zuschauer in der Hand hielten (Dieser Spruch brachte mich zum schmunzeln: Smile! You just paid for that) und freute mich auf den Zieleinlauf. Meinen Zieleinlauf schaffte ich nach 02:16:27, worüber ich wirklich zufrieden bin. Nachdem ich meine Medaille, ein Sackerl mit einer Banane, Eistee und Traubenzucker, Mineral + ein alkoholfreies Bier bekommen habe, war ich wieder sehr happy. Und ein klitzeklein stolz auf mich!

ba3b7011-05d7-490a-9c2f-7edff94c89bc

Ich freute mich, Michi nach dem Lauf wieder zu sehen! Sie hat es gesund ins Ziel geschafft und ich war auf ihre Erzählungen gespannt! Wir legten uns zum Runterkommen auf die Wiese vor das Rathaus und spazierten danach zu Fuß zu unserem Hotel, wo wir unsere Sachen abholten. Am Weg dorthin, gönnten wir uns noch einen Saft aus der Rauch Juice Bar (seeehr zu empfehlen!!) und bevor es wieder nach Hause ging, machten wir noch einen Stopp bei Vapiano!
Fazit: Das Wochenende in Wien hätte nicht schöner sein können. Ich habe die Zeit mit Michi genossen und bin wahnsinnig froh, sie als Kollegin, Freundin und Laufbuddy zu haben! Und der Halbmarathon? Mein erster aber sicherlich nicht mein letzter! Mal sehen, welchen ich als nächsten laufen werde 🙂
154ff455-3bc8-43b9-b890-5b0beeed27d6
#glaubandich
Alles Liebe,

VeronikaUnterschrift

3 comments

  1. Sooo ein toller Beitrag, liebe Veronika! Besser hätte man unser schönes Wochenende in Wien nicht beschreiben können 🙂
    Ich bin auch sehr froh dass wir das gemeinsam gemacht haben und ich freue mich sehr auf unsere künftigen (Lauf-) Pläne und dass wir uns immer austauschen und motivieren können 🙂
    Du kannst SO stolz auf dich sein und ich freu mich von Herzen für dich, dass den erster Halbmarathon so ein schönes Erlebnis war!

    Gefällt 1 Person

  2. Wow, super toller, spannender, emotionaler, motivierender, und und und… Eintrag.
    Hey, du kannst nicht nur ein klitzekleines bisschen auf dich stolz sein, sondern MEGA Stolz… Bei Kindern sagt man ‚Stolz, wie Oskar‘
    Weiter so, aber lass es dir zwischendurch auch richtig gut gehen, aber da bist du e spitze drauf, du findest e die richtige Balance für dich.
    Alles Liebe.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s